Bahnhof in Vorpommern  
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Strecken:
  Angermünde - Stralsund
  in km 163,197
[Berlin-Stettiner Eisenbahn-Gesellschaft - BStE]
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Ducherow - Swinemünde - Świnoujście Centrum -
Seebad Heringsdorf - Wolgast Hafen
  in km 163,197
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Ort anzeigen über geoplaner.de:   
      
Gleisplan:   
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Kursbuchtabellen:   
  
  
*) Quelle: sporenplan.nl
 
 
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Ducherow ist ein größeres Dorf in der Nähe von Anklam.
Der Bahnhof liegt am Dorfrand. Er hatte bis 1945 vor der Sprengung der Karniner Brücke
eine große Bedeutung für den Verkehr
Berlin - Insel Usedom, denn hier zweigte die Strecke nach Swinemünde (weiter bis Wolgaster
Fähre) ab. Seit langen plant die Usedomer Bäderbahn, die Strecke wieder
aufzubauen, jedoch scheint es wohl eher bei einem Wunsch zu bleiben.  
 
Aus der Geschichte des Bahnhofs  
Der Bahnhof entstand 1863 mit Inbetriebnahme der Strecke Angermünde - Stralsund. 1876
wurde die Strecke von Ducherow nach Swinemünde in Betrieb genommen.
Die eingleisige Strecke wurde ab 1903 bis 1906 wegen des zunehmenden Verkehrs zweigleisig
ausgebaut.
Zwischen 1906 und 1910 wurde daher der Bahnhof Ducherow für eine bessere Anbindung der
Strecke nach Swinemünde umgebaut. U.a. entstanden die Überführung dieser Strecke für das
Streckengleis Swinemünde - Ducherow nördlich des Bahnhofs, zwei Inselbahnsteige für den
nun möglichen Richtungsbetrieb, die Unterführung nördlich des Empfangsgebäudes dorthin,
die Stellwerke Dst, Duf und Dnt, sowie am nordöstlichen Bahnhofsende ein zweiständiger Lokschuppen
mit Drehscheibe und ein Wasserturm.
1923 erhielt das Empfangsgebäude, das mit Sichtmauerwerk errichtet wurde, am nördlichen
Ende eine verputzte Erweiterung für die Vergrößerung der Bahnhofswirtschaft und darüber
eine neue Wohnung.
Nachdem vor Ende des zweiten Weltkrieges die Karniner Hubbrücke gesprengt wurde, konnte
die Strecke nach Swindemünde nicht mehr befahren werden. Die Strecke wurde abgebaut.
Auch im Bahnhof Ducherow wurden Gleise abgebaut.
1971 waren auf dem Bahnhof Ducherow noch 40 Eisenbahner beschäftigt.
Kurz vor der politischen Wende wurde die Bahnhfsgaststätte geschlossen.
Am 14.12. 1993 wurde der Wasserturm gesprengt. Irgendwann
Irgendwann zogen die Bewohner des Bahnhofsgebäudes aus.
Nachdem am 31.12.1994 die Fahrkartenausgabe geschlossen und die Aufsicht schon länger
nicht mehr besetzt war, steht das Empfangsgebäude komplett leer und verfällt seitdem.
2004 wurden in Vorbereitung des Anschlusses an das ESTW Anklam zwei neue Außenbahnsteige
südlich des Bahnübergangs errichtet. Gleichzeitig wurde der Spurplan vereinfacht. Noch
im November des gleichen Jahres wurden die alten Inselbahnsteige abgebrochen und der
Tunnel verfüllt.  
In Ducherow gab es natürlich auch eine Güterabfertigung mit reichlich Frachtaufkommen im
Empfang und Versand. Ansässig waren eine Molkerei sowie eine weitere Molkerei im
nahegelegenen Bugewitz, die Milch, Butter und Käse versendeten.
Mehrere Ziegeleien in Ducherow empfingen Kohle für die Brennöfen und versendeten Ziegel.
Bis 1989 nutzte die NVA die Rampe für Fahrzeugverladungen.  
Bis um 1950 war in Ducherow die Bahnmeisterei (Bm) für Strecke nach Swinemünde ansässig.  
Stellwerk Duf
Das Stellwerk stand am Nordende des Bahnsteigs 3 und war das Befehlsstellwerk für die
beiden Stellwerke Dst und Dnt. Hier wurden auch die Weichen in unmittelbarer Nähe bedient.
Wie die meisten Stellwerke der Strecke und die beiden anderen Stellwerke des Bahnhofs
war es mit Sicherungsanlagen der Bauform Zimmermann & Buchloh (neue Bauform) ausgestattet.
Während des Krieges wurde im Erdgeschoss ein Luftschutzraum eingerichtet.
1967 wurde das Stellwerk außer Betrieb genommen. Das Stellwerk Dnt wurde nun Befehlsstellwerk.
1972 wurden die letzten Gebäudereste entfernt.  
Stellwerk Dnt (später B2) und Posten 84
Es befand sich am Nordende des Bahnhofs und ging, wie die anderen beiden Stellwerke 1908
in Betrieb. In den 1930er Jahren wurden vorübergehend die Schranken des nördlich des Stellwerks
gelegenen Bahnübergangs (Posten 84) mitbedient. Erst nach einem schweren Unfall am BÜ wurde der
Posten wieder durch einen Schrankenwärter ersetzt.
Ab 1967 wurde es zum Befehlsstellwerk umgebaut und war bis zur Inbetriebnahme
des ESTW Anklam in Betrieb. Seitdem steht auch dieses recht abgelegene Gebäude leer und
ist sich selbst überlassen.  
Stellwerk Dst (später W1)
Dieses wesentlich größere, bis heute gut erhaltene Stellwerk steht noch heute am Bahnübergang. Von Anfang an bis
zur Inbetriebnahme des EST Anklam war es ein bzw. das Wärterstellwerk, von dem auch die
Schranken des Bahnübergangs bedient wurden.
Zusätzlich erwähnenswert ist, dass das Einfahrsignal aus Richtung Borckenfriede früher ein
dreiflügeliges Hautpsignal war.  
[Quelle: Buch "Ducherow umsteigen"]  
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| 2002 |
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| leerstehendes Empfangsgebäude |
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| Stellwerk W1 (alt: Dst) |
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| Rangierarbeiten in Ducherow mit einer V 200 |
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| 2010 |
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| immer noch Leerstand und zunehmender Verfall |
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| Rückseite des EG |
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| ehemaliges Stellwerk W1 |
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| ehemaliges Stellwerk B2 in Richtung Anklam/Karnin |
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| ehemaliger Güterboden |
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| eingewachsenes Nebengebäude, vermutlich Aborthäuschen |
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| Bahnwohnhaus |
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| Blick in Richtung Anklam |
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| 2025 |
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Wie oben im Text beschrieben, sieht das Empfangsgebäude beim Vorbeifahren mit
dem Zug noch ganz passabel aus, aber bei genauem Hinsehen ist dieses einst wichtige Gebäude eigentlich
leider nur noch eine Ruine. |
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| Ursprünglich befand sich vor dem Empfangsgebäude das Gleis 4 zwischen Haus- und
Inselbahnsteig |
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| Empfangsgebäude von der gegenüberliegenden Rampe aus |
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| ... und von der ehemaligen Ladestraße |
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| Bei näherem Betrachten (hier Gleisseite) erkennt man die Schäden außen und
besonders innen |
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| Reste der Bahnsteigüberdachung am Empfangsgebäude mit sehr schönen Ornamenten |
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| ehemaliger Dienstraum der Fahrkartenausgabe |
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| langer Flur |
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| Fka von der Bahnhofshalle aus gesehen |
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| links daneben die frühere Gepäckabfertigung |
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| ehemaliges Stellwerk Dst bzw. W1 |
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| Bahnwohnhaus neben dem Empfangsgebäude |
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| weiteres Bahnwohnhaus an der Straßenecke, leider total verschandelt |
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| Rampe mit Güterboden |
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| Rampe (Gleisseite) versteckt im Gebüsch |
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| Blick aus Richtung Borckenfriede auf den Bahnhof, links das EG |
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| Blick Richtung Borckenfriede mit den beiden neuzeitlichen Bahnsteigen |
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| ... mit einer Halle, die früher mit einem Gleis angeschlossen war |
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externe Bilder:  
 
 
 
 
     
 
 
 
 
     
 
 
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