vor 1992  
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Den bedeutendsten Personenverkehr gab es zwischen Sternberg und Wismar, auch wegen der Mathias-Thesen-Werft.
Über Sternberg hinaus fuhren nur morgens und abends je ein Zugpaar bis Borkow. Zwischen Borkow und Karow
fuhren wohl schon seit der Nachkriegszeit nur drei Zugpaare. Das abendliche Zugpaar wurde ca. 1983/84
zwischen Sternberg und Karow eingestellt und durch einen Bus ersetzt. Damals nannte man das
"Verkehrsträgerwechsel".  
Im Güterverkehr kann ich nur eine Aussage zu den Zügen machen, die nach Karow fuhren und das auch nur
ab den 1980er Jahren. Es verkehrte das Nahgüterzugpaar 63853/56 zwischen Wismar und Karow, das um die
Mittagszeit in Karow ankam und zurückfuhr. Planmäßig wurde der Zug mit der BR 112 vom Bw Wismar bespannt und
konnte nur 600 Tonnen befördern.
Zusätzlich befördete der erste Personenzug ab Karow gegen 9 Uhr Güterwagen für Sternberg und Brüel und
wurde als Gmp gefahren.
Der Anschluss Damerower Forst wurde mit der Rangierlok von Karow aus bedient, i.d.R. vormittags und nachts.
Da die Hauptstrecken zu DDR-Zeiten überlastet waren, wurden viele Güterzüge auch über die Nebenbahnen
gefahren. So verkehrten zwischen Wismar und Karow und weiter in Richtung Neustadt (Dosse) die Kali-Leerzüge
58811 (mittags) und 58813 (gegen 22 Uhr), die in den 1980er Jahren noch mit den zweiachsigen Klappdeckelwagen
gefahren wurden und des öfteren wegen fester Bremse gestellt wurden. Diese Züge waren mit der BR 120 (Bw
Wismar) bespannt. Für den abendlichen Kalizug mussten
die Fahrdienstleiter Borkow und Goldberg extra wieder zum Dienst kommen. Dieser Zug wurde dann einige
Jahre später nicht mehr über die Nebenbahn gefahren.
Zusätzlich gab es nur als Bedarfszug einen mit Chlor beladenen Zug, der ab Blankenberg über Karow bis
Neustadt eingelegt war. Es gab für diesen Zug eine besondere Anweisung ind den Bahnhöfsbüchern.
An der Strecke gab es die Militärstandorte in Damerow und Dabel sowie die Bereitschaftspolizei(?) zwischen
Neukloster und Warin (Anschluss Neumühler Forst). Somit fuhren auch Truppenzüge von und nach Dabel.
 
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Jahresfahrplan 1992/93  
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0 - 2 Uhr |
12 - 14 Uhr |
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2 - 8 Uhr |
14 - 20 Uhr |
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8 - 12 Uhr |
20 - 24 Uhr |
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Jahresfahrplan 1994/95  
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Variante X1 |
Variante X2 |
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0 - 2 Uhr |
12 - 14 Uhr |
0 - 2 Uhr |
14 - 18 Uhr |
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2 - 8 Uhr |
14 - 20 Uhr |
2 - 8 Uhr |
14 - 20 Uhr |
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8 - 12 Uhr |
20 - 24 Uhr |
8 - 12 Uhr |
20 - 24 Uhr |
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Jahresfahrplan 1996/97  
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Zum Fahrplanwechsel im Juni 1996 wurde die beiden letzten Zugpaare 7603/7616 und 7619/7626 zwischen Borkow
und Karow abbestellt.
Ich selbst habe als Fahrdienstleiter in Karow die letzte Zugfahrt zugelassen. Lokführer war der Wismarer
Kollege A. Wienk, den ich seit meiner Lehrzeit kannte. Es war ein trauriger Moment.  
Der neue Fahrplan war ein 2-Stunden-Takt mit sehr langen Standzeiten in Blankenberg, der die letzten
Fahrgäste vermutlich auch noch vertreiben sollte, was sicher auch sehr gut gelang.  
Bis zum Fahrplanwechsel 1998 fuhr noch das Güterzugpaar von Bad Kleinen nach Karow und zürück. Es hatte
nur noch ein Fahrdienstleiter an diesen Tagen Dienst, der die Bahnhöfe Dabel, Borkow und Goldberg alleine
bediente und mit dem Auto dem Zug jeweils folgte.
 
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Variante Z2 02.06. - 28.09.1996 |
Variante Z4 29.09.1996 - 01.01.1997 |
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0 - 2 Uhr |
12 - 14 Uhr |
0 - 2 Uhr |
14 - 18 Uhr |
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2 - 8 Uhr |
14 - 20 Uhr |
2 - 8 Uhr |
14 - 20 Uhr |
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8 - 12 Uhr |
20 - 24 Uhr |
8 - 12 Uhr |
20 - 24 Uhr |
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Variante Z5 02.01. - 31.05.1997  
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0 - 2 Uhr |
12 - 14 Uhr |
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2 - 8 Uhr |
14 - 20 Uhr |
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8 - 12 Uhr |
20 - 24 Uhr |
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Jahresfahrplan 1997/98  
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0 - 2 Uhr |
12 - 14 Uhr |
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2 - 8 Uhr |
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8 - 12 Uhr |
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Jahresfahrplan 1998/99  
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Zum Fahrplanwechsel im Jahr 1998 wurde dann auch der Personenverkehr zwischen Wismar und Sternberg
abbestellt, da man für die im Bau befindliche Ostseeautobahn A 20 nordwestlich von Neukloster keine
Eisenbahnüberführung bauen wollte. Dafür wurde der Abschnitt Hornstorf - Blankenberg im Februar 1999
stillgelegt. Ein Inselverkehr zwischen Blankenberg und Sternberg hätte keinen
Sinn mehr gemacht. Vermutlich gaben die Fahrgastzahlen auch keine Rechtfertigung für einen Weiterbetrieb.
Somit endete der Personenverkehr endgültig auf der einstigen Wismar-Karower Eisenbahn.
 
Im Güterverkehr
wurden noch die Bahnhöfe Dabel wegen der Bundeswehr und Goldberg bedient, was jedoch nur noch bis zur
Stilllegung des Abschnittes Dabel - Damerower Forst im November 2000 möglich war. Die Bahnhöfe Goldberg,
Borkow und Sternberg waren nun ständig unbesetzt und wurden quasi als Anschlüsse bedient. Der
Rangierbegleiter der Zuges, die, wenn ich mich recht erinnere, als Sperrfahrten verkehrten, musste nur
die Schranken in Goldberg und Borkow bedienen, die mit dem Zugführerschlüssel
in der Grundstellung verschlossen waren.  
Im September 2003 legte
das Eisenbahn-Bundesamt dann auch den Abschnitt bis Karow still.  
Verblieben ist noch der Streckenabschnitt Blankenberg - Dabel, den die in Sternberg ansässige
Biodieselfirma eco Motion kaufte, die den Bahnhof Sternberg für die Verladung des Biodiesels in Kesselwagen
umbauen ließ. Sie ließ auch das Empfangsgebäude sanieren. Einige Jahre fuhren noch Güterzüge von/nach
Sternberg.
 
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