Aus der Geschichte der geplanten Blockstelle (Akten des Landeshauptarchivs):  
Im Verlauf des zweiten Weltkrieges plante man aus militärischen Gründen u.a. den Ausbau der
Strecke Ludwigslust - Parchim - Neubrandenburg. Die ersten Unterlagen im Archiv stammen von 1940.
Ungefähr hälftig zwischen Spornitz und Parchim war für die Möglichkeit zur Verdichtung der Zugfolge
die Blockstelle Damm in km 21,760 mit einem Dienstgebäude und zwei Blocksignalen geplant. Das
Stellwerk sollte eine Gesamthöhe von 5,85 m und die beiden Blocksignale eine Höhe von 8 m über
SO haben. Leider ist die Zeichnung für das Stellwerksgebäude nicht mehr vorhanden.
Direkt an der Bahnstrecke befand sich der Flugplatz, sodass das zuständige Luftgaukommando
zustimmen musste.
In einem Schreiben der RDB Schwerin heißt es:"Hierzu sei noch bemerkt, dass Herr Major Koch
vom Fliegerhorst Parchim dem Vorstand des Reichsbahn-Betriebsamtes Schwerin, Herrn Reichsbahnrat
Liebsch, gegenüber mit der Anlage einverstanden erklärt hat.".
Obwohl die Zustimmung im Januar 1941 noch nicht erteilt wurde, begann man bereits Anfang Oktober
1940 mit dem Bau des Stellwerkgebäudes bahnrechts (ursprünglich bahnlinks geplant),
wofür 8.000 RM zur Verfügung gestellt wurden.
Im Oktober 1941 wurde in einer Mitteilung des Reichsbahn-Betriebsamtes an die RBD mitgeteilt,
dass: "Während des Baues wurde die Lage des Dienstgebäudes von km 21,760 in km 23,3 der
Strecke Ludwigslust - Neubrandenburg aus zwingenden Gründen umbestimmt.". Für den Abriss des
angefangenen Stellwerks und den Neubau in km 23,3 wurden 11.900 RM bewilligt. Noch im Oktober
wurde das angefangene Stellwerksgebäudes angetragen. Da das Bauvorhaben für die Blockstelle
mit Verfügung der RBD jedoch bereits im August 1941 stillgelegt wurde, wurde das neue Stellwerk in
km 23,3 nicht mehr errichtet.
Im April 1942 wurde mitgeteilt, dass das Bauvorhaben bis nach Beendigung des Krieges zurückgestellt.
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